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WasserFest: Kanusport- und Outdoor-Reisen

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Svartälven

Auf dieser Kanutour bestimmt der Svartälven den ruhigen Rhythmus. Wir folgen dem Schwarzen Fluss, der sich durch traumhafte Landschaften hindurch seinen Weg nach Süden sucht. Das erstklassige, aber wenig bekannte Paddelrevier ist ein echter Geheimtipp. Zahlreiche Nebenflüsse und kleine Waldseen formen eine abwechslungsreiche Flusslandschaft.

Der Geheimtip!

Mit Bus & Bahn zu Euren Abfahrtsorten

Ruhig und gelassen windet sich der Svartälven durch die Natur und Wildnis der schwedischen Provinzen Dalarna, Värmland und Västmanland. Unterbrochen von kleinen Seen, findet er immer wieder in sein enges Bett zurück. Der Svartälven gibt die grobe Richtung vor. Zahlreiche Seen und Nebenflüsse eröffnen zusätzliche Befahrungsmöglichkeiten. Für Portagen führen wir Bootswagen mit. Seine charakteristische Färbung und seinen Namen verdankt der Svartälven (svart=schwarz, älven=Fluss) dem Eisengehalt des Bodens. Deshalb begegnet man in Västmannland nicht nur einer artenreichen Natur, sondern auch Relikten aus der Zeit des Bergbaus und der Silbergewinnung aus dem 17. Und 18. Jahrhundert. Bei Hällefors verlassen wir den Svartälven und paddeln durch den Sör-Älgen nach Norden.

Tourcharakter
In der Ausgestaltung der Tour möchten wir sehr flexibel vorgehen und uns auch ein bisschen treiben lassen. Die Länge der Tagesetappen orientiert sich deshalb an den Unterbrechungen, die wir einlegen, um die Umgebung zu erforschen. Wanderungen und Besichtigungen sorgen für viel Abwechslung auf dieser Tour. Unterwegs steuern wir kleine und verträumte Ortschaften an, um Proviant nachzubunkern. Am Fluss und an den Seen laden viele Sandstrände zu einem erfrischenden Bad ein. Die Kanutour startet am nördlichen Svartälven und endet auf einem Campingplatz östlich von Hällefors

Für wen geeignet
Diese Touren wenden sich an Menschen, die Spaß an einer Herausforderung und an Teamarbeit haben. Menschen mit Unternehmungsgeist, die darauf gespannt sind, was sie hinter der Biegung des Flusses erwartet. Für AnfängerInnen gut geeignet. Man muss sich jedoch auf Improvisationen einstellen können.

Verpflegung und Ausrüstung
Auch bei dieser Kanutour stellen wir natürlich sämtliche Ausrüstung, außer Schlafsack und Isomatte, zur Verfügung. Die 2-Personen-Trekkingzelte schlagen wir in der freien Natur auf, wo es uns gefällt. Gekocht wird gemeinsam über dem offenen Feuer und auf Spirituskochern





 

Termin:
01.07. - 17.07.22
15.07. - 31.07.22
29.07. - 14.08.22
12.08. - 28.08.22

Revier:
Svartälven
Svartälven
Svartälven
Svartälven

Code:
S-V 1
S-V 2
S-V 3
S-V 4

 

Preis EUR/Pers.:
959,- inkl. Busanreise (Fr-So)
819,- mit Eigenanreise (Sa-Sa)

Mindestalter: 18 Jahre


Leistungen:
Busanreise und Fährüberfahrten, Kanu- und Zeltausrüstung, Koch- und Essgeschirr, wasserdichte Tonnen und Säcke, Vollverpflegung, Camping- und Rangergebühren, Tourenbegleitung

Mindestalter: 18 Jahre. TeilnehmerInnen: min. 4, max. 11 Pers.

Abfahrtsorte: Münster 15.00 Uhr, Hamburg 19.00 Uhr



Auszüge aus dem Reisetagebuch von Christine Feldmann-Neubert, die als Teilnehmerin ihre Eindrücke festhielt:
Wir bedanken uns für den überaus lesenswerten Bericht und die Erlaubnis, Passagen daraus zu veröffentlichen!

Samstag, 08.07.00: Der Campingplatz ist ein Traum aus leicht zum See abfallender Wiese, Birkenstämmchen, wilden Lupinen, Seeuferböschungen voll mit Blumen und Gräsern und einfach typisch schwedisch! Mittags machen wir eine erste Probefahrt mit den Kanus. Inzwischen ist aus vereinzelten blauen Himmelsflecken ein strahlender Himmel voller weisser Wattewölkchen geworden. Endloser schwedischer Sommer. Um 23.30 Uhr noch Zeitung lesen am Seeufer der bewaldeten, kleinen Insel, um 3 Uhr wird es schon wieder hell für den neuen Tag.

Sonntag, 09.07.00: Hinein in die Einfahrt des Bufjorden. Biber sehen wir keine, aber es liegt silbernes Geglitzer auf dem See und die glatt geschliffenen Felsen am Ufer sind voller Blumen. Winzige Felsen mit zwei oder drei Bäumchen ragen aus dem Wasser wie Walrücken. Strahlende Sonne, Schilf am Ufer, Gefühl von "weit weg". Gepaddelt ca. 7 Stunden, 15 km. Abends Lagerfeuer, viel Gelächter, gute Stimmung, heisser Tee, die nassen Schuhe werden auf Stöcke gespiesst und am Feuer getrocknet, viele Witze gerissen. Feuerholz hacken für morgen früh, noch mehr Steinzeitfeeling, die Axt wird geschwungen. Auf jeden Fall ist jeder so beschäftigt mit Holz holen, Tee kochen, Sachen trocknen, dass man nach diesen 1-2 Tagen schon total weit weg ist von der normalen Welt zuhause.

Dienstag, 11.07.00: Wir fahren Richtung Norden, weiter in den Västra Silen hinein. Vorbei an wunderbaren Felsen voller dicker, weisser Moospolster und schilfbestandenen Ufern kommen wir zu unserem Traumcamp auf der "perfekten Insel". Ein Traum mit vorgelagerten flachen Felsen, abgestuft und moosbewachsen, vielen Birken, einem gut gemauerten Feuerplatz und vor allem einer Schutzunterkunft und genügend Feuerholz.

Mittwoch, 12.07.00: Wie sich das Zeitgefühl verändert - ich habe das Gefühl, schon ewig hier zu sein.

Freitag, 14.07.00: Nach Rührei mit Speck und frischen Pfifferlingen paddeln wir den Västra Silen hoch, holen uns an der Schleuse die gestern reservierten vier Lachsforellen, grosse, gut geräucherte Fische, und schauen zu, wie ein großes weißes Motorboot durch die Schleuse fährt. Sowas ist hier ein Ereignis, ein entspannender Urlaub mit kleinen Erlebnissen, wie Fische kaufen, Schleuse gucken, Heidelbeeren sammeln.

Das Gefühl hier ist eine ständige Mischung aus Robinson, Chingatchgook und Winnetou, Trapper im Wilden Westen Kanadas, dann wieder Steinzeitmenschen. Ich habe gelernt, die Annehmlichkeiten der Zivilisation ganz anders zu schätzen. Hier ist nichts selbstverständlich, und dementsprechend kreisen die Gedanken um elementare Bedürfnisse: satt sein (viel Fett und Kalorien), warm sein (Feuer lebenswichtig). Die Probleme der Zivilisation, Sorgen, Grübeleien, jeglicher Gedanke an Büro, zuhause, sind völlig ausgelöscht. Es geht darum, das Feuer in Gang, das Zelt und den Schlafsack trocken zu halten. Selbst Hygiene und Aussehen werden zweitrangig. Also habe ich gelernt, Feuer anzumachen, Holz zu suchen, mit dem Taschenmesser Dosen aufzumachen, ohne Tisch- und Küchenwerkzeuge Mahlzeiten zuzubereiten, auf eine so genannte Trockentoilette zu gehen, fettiges Geschirr ohne Spülmittel abzuwaschen, -zig Kilometer bei Wellen zu paddeln ohne Pause, anzulegen, richtig im Boot zu knien, Brot über dem Feuer zu backen. Und noch ein paar Kleinigkeiten, die schwer zu formulieren sind.